Dieses Mal hatten wir uns ernsthaft überlegt, ob wir überhaupt ein Tagebuch schreiben sollen. Es sind ja nur ein paar Tage, die wir in Schweden verbringen wollen, da wird sicherlich nicht viel Aufregendes passieren. Und langweilen wollen wir ja auch niemanden mit unserem Geschreibsel. Tja, und dann kam alles anders als geplant…
09.01.2026
Wir packen. Da die vergangenen Tage für uns beide extrem arbeitsreich waren, sind wir vorher einfach nicht dazu gekommen. Nun müssen wir uns eben ein bisschen beeilen, wenn wir nicht zu spät loskommen wolle. Zum Glück ist Annika ja bereits geübt im Volvo-Tetris und so ist der rote Flitzer gut bestückt gegen 11 Uhr abfahrbereit.
Ein gutes Gefühl ist es auch zu wissen, dass er erst vor 2 Tagen TÜV und Inspektion sowie neue Winterreifen bekommen hat, denn in Schweden soll ordentlich Schnee liegen und auch die Fahrt könnte etwas schlüpfrig werden, da Sturmtief Elli nicht nur ordentlich Wind, sondern auch heftige Schneeverwehungen verspricht.
Zunächst kommen wir ganz gut durch, allerdings stehen wir bereits kurz hinter der Grenze an der Autobahnauffahrt Kruså im Stau. Die Fahrbahn ist zugeweht, erst einmal geht nix mehr. Zu lange müssen wir aber zum Glück nicht warten, bis die Reise weitergeht.
Danach ist alles völlig unproblematisch. Wie immer machen wir eine kurze Rast vor der Storebeltbrück (eine sehr kurze, da man es in dem eiskalten Wind nicht lange aushält) und dann geht es weiter zur Fähre nach Helsingoer. Unser erstes Etappenziel heißt Helsingborg, direkt am anderen Ufer, wo wir bei Planksteak in Annikas Geburtstag reinschlemmen wollen.
Etwas 10km vor dem Fährhafen, mitten auf einer vielbefahrenen Landstraße gibt es plötzlich ein dumpfes PFUMP, der Wagen nimmt kein Gas mehr an, rollt aus und bleibt schließlich stehen. Der Motor gibt keinen Mucks mehr von sich. Selbst der Warnblinker setzt immer wieder aus, was bei der bereits eingetretenen Dämmerung ein zusätzliches Problem an der Stelle ist. Durch Zufall kommt eine Polizeistreife vorbei, sichert uns mit Blaulicht ab und hilft, den Wagen ca. 200m weiter in eine Parkbucht zu schieben.
Nun ist guter Rat erst einmal teuer. Natürlich können wir im Motorraum soweit nichts erkennen, außer, dass irgendwo Flüssigkeit ausläuft. Annika ruft beim ADAC an, dort wird ihr aber mitgeteilt, dass Ihr aktueller Schutz nicht im Ausland greift und auch kein spontanes Upgrading möglich ist. Bei der HUK ist Annika dann erfolgreicher, die Versicherung nimmt den Fall auf und will einen Abschleppdienst beauftragen (Schutzbrief sei Dank).
Dann heißt es warten. Kurz lassen wir den Hund raus, aber mehr als die 100m in der Parkbucht auf- und abgehen ist nicht drin, außerdem ist es weiterhin empfindlich kalt. Also wieder rein ins Auto, das allerdings temperaturtechnisch auch so langsam nicht mehr angenehm ist. Und die ganze Zeit die Frage, wie es nun weitergeht. Wie kommen wir nach Schweden ins Hotel? Was passiert mit dem Volvo? Müssen wir den Urlaub abbrechen? Und und und…
Clemens versucht sein Bestes, um Annika vor dem Nervenzusammenbruch zu bewahren und auch wenn er nicht ganz die vorherrschende Stimmung vertreiben kann, so gelingt es ihm immerhin ein bisschen Optimismus zu verbreiten und konstruktiv zu denken.
Nach drei langen und inzwischen bitterkalten Stunden kommt endlich der Abschlepper. Wir vereinbaren, dass er uns nach Helsingoer zum Bahnhof fährt, damit wir dort ein Taxi nehmen können, dass uns mit all unserem Gepäck (!) mit der Fähre zum Hotel bringt. Anschließend bringt er das Auto dann zur einer Volvo-Werkstatt, sie sich nach dem Wochenende dann irgendwann bei Annika melden wird.
Wie durch ein Wunder findet Clemens einen Taxifahrer, der für diesen Plan bereit ist und dann heißt es „Auto ausladen“ und alles rein ins Taxi. Wie packt man, wenn man in ein Ferienhaus fährt? Richtig! Sehr umfangreich und vor allem stopft man so Dinge wie Bettwäsche, Handtücher, Jacken oder Schuhe lose in irgendwelche Lücken, dann rutscht das Gepäck auch nicht hin und her.
All diesen Kram stopfen wir so schnell wir können in den kleinen Taxi-Tesla und irgendwie bekommen wir alles unter. Kofferraum und die Rückbank neben Clemens sind vollgestopft, der Hund muss sich in den Fußraum vom Beifahrersitz zu Anniks Füssen quetschen. So fahren wir zur Fähre – die wir natürlich gerade verpassen. Zum Glück fährt sie aber alle 30 Minuten.
Während wir so sitzen und Warten fällt Annika plötzlich siedend heiß ein: Der EU-Pass vom Hund ist noch in der Mittelkonsole vom Volvo! Zwar hat Annika den Hund morgens noch online beim Zoll angemeldet, ohne Pass darf er aber trotzdem nicht einreisen. Da wir aber noch nie kontrolliert wurden, wird das wohl kein Problem sein und ändern kann man es jetzt auch nicht mehr.
Die kurze Überfahrt ist unspektakulär, jeder geht so seinen Gedanken nach. Als wir das Schiff verlassen, sehen wir: Alle Fahrzeuge werden vom Zoll kontrolliert! Scheinbar ist da gerade eine größere Aktion im Gange, denn neben den Zollbeamten steht auch ein mehrköpfiges Fernsehteam und filmt das ganze Procedere. Wieviel Pech kann man eigentlich haben?
Natürlich interessiert sie der Zollbeamte ausschließlich für den Pass des Hundes, unsere will er nicht sehen. In einem Gemisch aus Dänisch, Schwedisch und Englisch versuchen wir die Sache zu erklären. Als wir ihm die Anmeldebestätigung vom Zollamt zeigen, lässt er Gnade vor Recht walten und winkt uns tatsächlich durch. Puh!
Nun sind es nur noch 5 Minuten bis zum Hotel (einschließlich Umweg, weil der Taxifahrer sich kurz verfährt), dann alles aus dem Auto wieder auspacken. Was der Fahrer wohl heute Abend seiner Familie über die „komischen Deutschen“ erzählt?
Man kennt doch aus Hotels diese großen, mannshohen Gepäckwagen. Es bedarf zwei Fuhren mit so einem Ungetüm, bis wir alles oben im Zimmer haben! Mittlerweile geht es auf 21 Uhr zu und so essen wir im Hotelrestaurant schnell Fish and Chips (auch wenn uns der Appetit eigentlich vergangen ist), zerren den Hund eine Runde um den Block und fallen dann immer noch durchgefroren und völlig erschöpft ins Bett. Trotz der Müdigkeit wird es allerdings nur ein unruhiger Dämmerschlaf.
10.01.2026
Auf das ausgiebige Geburtstagsfrühstück, auf das wir uns im Vorwege so sehr gefreut hatten, haben wir beide keine Lust mehr. Gestern hatten wir einen frühen Slot gebucht, damit wir anschließend die Autovermietungen abklappern können. Denn weiter müssen wir ja irgendwie. Während Clemens also kurz vor acht unter der Dusche steht, wird es plötzlich stockdunkel – im Zimmer ist der Strom ausgefallen. Tolle Wurst! Noch was?
Annika geht runter zur Rezeption. Auf dem weg trifft sie noch andere Gäste, bei denen es ebenfalls keinen Strom mehr gibt, so sind wir wenigstens nicht alleine mit dem Problem. Der Portier verspricht sich schnell darum zu kümmern und wir gehen erst einmal zum Frühstück. Frei nach Pettersson und Findus gönnt sie Annika immerhin Pfannkuchen mit Sahne und Erdbeerkompott zu ihrem Ehrentag.
Während Annika mit dem Hund geht, organisiert Clemens ein Taxi, was uns zu SIXT bringen wird. Telefonisch hatte man uns zwar gestern mitgeteilt, man hätte keinen Wagen für uns, aber wir versuchen es trotzdem dort nochmal. Und siehe da, plötzlich gibt es doch ein Auto und sogar eines, in das unser Gepäck bequem hineinpasst. Mit einem brandneuen und äußerst schicken Volvo XC90 geht es also zurück zum Hotel.
Wir haben zwischenzeitlich besprochen, dass es keinen Sinn macht, den Urlaub abzubrechen. Was mit Annikas Wagen ist, erfahren wir eh erst nach dem Wochenende und wenn man schon warten muss, dann kann man es sich dabei auch schön machen. Also die ganze Bagage wieder runter (das Gesicht des Portiers, als er das sieht, ist köstlich), einladen und ab nach Rydaholm! Ein kurzer Stopp beim ICA in Ljungby muss natürlich sein, dann empfängt uns das Häuschen im tief verschneiten Wald bei strahlendem Sonnenschein. Zum vorerst letzten Mal packen wir unser Gepäck aus und trinken dann erst einmal in Ruhe einen Kaffee.
Lange ruhen wir aber nicht, das Wetter ist zu schön, um es zu verpassen. Nicht weit vom Haus gibt es einen kleinen Fluss, an dem wir entlangspazieren und die Winterwelt um uns herum genießen. Es dämmert bereits (Sonnenuntergang ist um 15.45 Uhr), als wir wieder am Haus ankommen.
Dann gibt es Prinzessinnentorte und Geschenke. Von Clemens bekommt Annika Thermo-Trekkingsocken (ihr eigentliches Geschenk ist dieser Urlaub), die bei den Temperaturen treue Dienste leisten werden. Das zweite Geschenk ist von den Kolleginnen: Ein Puzzle mit einem Foto von James! Das wird nach dem Abendessen auf jeden Fall gleich ausgepackt und begonnen.
Zum Abendessen gibt es das, was es bei uns immer am ersten Abend gibt: Spaghetti Bolognese. Geburtstag hin oder her – Ordnung muss sein. Dann wird gepuzzelt. Ein Pling auf dem Handy kündigt die Nachricht an, dass es im Laufe des späten Abends Chancen auf Polarlichter geben wird. Auch wenn es schwerfällt, halten wir uns daher noch wach und schauen immer mal wieder in den Himmel gen Norden. Und tatsächlich, kurz vor Mitternacht verfärbt sich der Himmel lila und grün. Mit bloßem Auge kann man es gerade so erkennen, die Kameras nehmen das Spektakel natürlich noch viel intensiver wahr. Und so stehen wir eine knappe Stunde bei -15°C in „unserem“ Vorgarten und fotografieren den Nachthimmel. Farbenfroher und versöhnlicher kann ein Geburtstag wohl nicht enden.
Gegen 2°° Uhr geht dann endgültig das Licht aus. Morgen ist Kaiserwetter angesagt, das wollen wir auf jeden Fall ausnutzen.
11.01.2026
Sonntag wachen wir dann – wie vorausgesagt – bei wunderschönem Sonnenschein und klirrender Kälte auf. Schön, dass es noch Dinge gibt, die nach Plan laufen!
Erst einmal wird gefrühstückt und dann fliegen wir eine Runde über das Grundstück und den Wald. Sonne und Windstille ist schon mal gutes Drohnenwetter. Im letzten Jahr sind wir zwar auch geflogen, der durchaus böige Wind hat schöne Aufnahmen allerdings deutlich erschwert und mit dem heutigen Ergebnis sind wir dann doch viel zufriedener.
Dann geht es auch schon los zu unserem Lieblingsziel, dem Bjukärr im Nationalpark Aasnen. Hier sind schöne Wanderwege und die kleine Halbinsel hat viel zu bieten. Der Schnee und die zugefrorenen Seen sorgen für eine schöne winterliche Stimmung. Lauter Tierspuren kreuzen unseren Weg und wir versuchen diese zu bestimmen. Sie verraten viel darüber, was hier los ist, wenn gerade keine Menschen unterwegs sind.
Am Eingang treffen wir ein Ehepaar aus Bochum, die ein Haus in der Nähe besitzen und auch für das Bjurkärr schwärmen. Sie treffen wir immer mal wieder auf dem kurzen Rundweg und tauschen uns aus.
Der Wald ist eine weiße Pracht und der Rundweg sehr kurzweilig. Auch James scheint ganz zufrieden mit dem ausgesuchten Ausflugsziel und findet allerlei Spuren, von denen wir noch nicht mal etwas ahnen. Vom lebendigen Wald mit Vogelzwitschern und Mäusen hinter jedem Stein, den wir aus dem Frühjahr kennen, ist allerdings nichts zu merken. Zwei Eisangler zeigen uns stolz ihren Fang (zwei Flussbarsche) und erzählen, dass der Seeadler wohl mehrere Runden über den See gedreht hat. Gesehen haben wir ihn leider nicht, aber konnten in dem kurzen Gespräch unsere schwedischen Sprachkenntnisse auffrischen.
Gleich neben dem Bjurkärr liegt die Landzunge Hunshult. Hier machen wir auch noch einen Stopp, um vom Steg aus über die zugefrorenen Seen zu blicken. Vom Parkplatz geht es ein kleines Stück an der Straße entlang und dann durch den Wald zum Schilfgürtel. Plötzlich ruft Clemens „Otter“ und richtig, ein Fischotter läuft quer über den See und sucht immer wieder Schutz in den kleinen Schilfinseln. Es braucht sicherlich keine Erwähnung, dass Annika gar keinen Fotoapparat dabei hat und Clemens das falsche Objektiv. Zwar wechselt er noch schnell auf etwas Langstreckentaugliches, doch als alles an seinem Platz ist, huscht der Otter ins Schilfdickicht am Ufer. Schade, dass kein Foto zustande kam, aber ein tolles Erlebnis allemal!
Dann knurrt uns so allmählich der Magen und wir statten „unserem“ ICA in Växjö einen Besuch ab. Zum Mittagessen bedienen wir uns an der dortigen Salatbar und zum Abendessen gibt es den Rest Bolognese.
Danach geht es noch einmal in den örtlichen Tiershop, wo Annika wieder ihr Schwedisch auf die Probe stellen und mit der Verkäuferin über Border Collies fachsimpeln kann. (Deutlich günstiger als Fachgespräche beim Tierarzt – siehe Tagebuch aus dem April 2025). James hat nun nämlich Gummisocken bekommen, damit er auch unfallfrei die etwas steile und sehr rutschige Treppe im Ferienhaus runterkommt. Er findet sie völlig überflüssig, wir sind aber jedes Mal froh, wenn er heil unten ankommt.
Morgen soll das Wetter noch einmal gnädig sein, so dass wir sicherlich noch mal auf Tour sind, bevor das angekündigte Schmuddelwetter Einzug erhält.
Abends werden Bilder bearbeitet, es wird gespielt und die gemütliche Atmosphäre in unserem kleinen Schwedenhaus genossen.
12.01.2026
Der Tag beginnt trüber und es ist weiterhin bitterkalt. Durch die Anstrengungen der letzten Tage und die doch relativ kurze Nacht lassen wir es langsam angehen und frühstücken erst einmal ausgiebig. Dann klingelt Annikas Handy. Die Werkstatt in Dänemark ruft an, um zu fragen, was sie denn mit dem Volvo machen sollen. Wir sagen, dass sie erst einmal schauen sollen, was überhaupt kaputt ist und dass wir dann weitersehen werden.
Auch die Versicherung ruft an und wir können schon einmal Grundlegendes zu Mietwagen- und Taxizuschuss klären. Wir sind sehr positiv überrascht über die Hilfen sowohl organisatorischer als auch finanzieller Art, die uns angeboten werden.
Um nicht den ganzen Tag zu vertrödeln, wollen wir bei der Wasseramsel vorbei schauen, die wir schon aus dem letzten Jahr hier kennen. Die Stelle ist nicht weit vom Ferienhaus entfernt und so packen wir unsere sieben Sachen. Kurz bevor wir losfahren wollen, ruft die Werkstatt wieder an – mit einer verheerenden Nachricht für Annika Auto. Der Zahnriemen ist gerissen und hat so ziemlich alles im Motor kaputt gemacht, was man kaputt machen kann. Eine Lösung wäre ein neuer Motor, was den Wert des Autos allerdings deutlich übersteigt. Und das würde das „Drumherum“ auch nicht jünger machen, immerhin hat der Wagen bereits 18 Jahre und 315.000km auf dem Buckel. Ob sie will oder nicht, Annika muss sich damit abfinden, dass ihr Auto nur noch einen letzten Weg auf den Schrottplatz macht.
Da die Situation nicht zu ändern ist und es auch nichts nützt, Trübsal zu blasen, fahren wir wie geplant zur Wasseramsel an die Åsenån. Und siehe da, sie ist sogar zu Hause. Währen Clemens auf einer Brücke Stellung bezieht, dreht Annika eine kleine Runde mit dem Hund durch den Tiefschnee. James ist, im Gegensatz zu seinem Vorgänger Spyke, kein großer Freund von Schnee. Und dass er Herrchen allein lassen muss, gefällt ihm auch nicht. Erst als Annika ein Stöckchen findet und ein kleines Spiel mit ihm anfängt, ist er etwas abgelenkt.
Wieder vereint auf der Brücke, schauen wir den Wasseramseln (es sind wie im letzten Jahr zwei) noch etwas bei ihren Tauchgängen zu und begeben uns dann auf den Heimweg. Einen kleinen Stopp legen wir noch am See Furen ein, gehen dort auch ein paar Schritte, bis es schon wieder dämmert und wir über den ICA in Rydaholm (Abendessen besorgen) wieder zum Haus fahren.
Nach einer Fika und dem Sichten von Clemens Fotos wird weiter gepuzzelt. Es ist ein bisschen ein Puzzle aus der Hölle, da es zu 95% aus einfarbig ocker- und braunfarbigen Teilen besteht (ob das die Absicht meiner Helferinnen war, mich endgültig in den Wahnsinn zutreiben?), aber die besondere Schwierigkeit spornt auch enorm an und so versinken Clemens und Annika in ein meditatives Teilchensuchen. Als akustischen Hintergrund dient „Barmbek Bump“, eine Hörbuchserie vom Autor von „Frühstück bei Stefanie“ mit Bjarne Mädel und Olli Dittrich – sehr zu empfehlen!!!
Irgendwann meldet sich doch unser Magen und Annika zaubert Thaihunh mit Reis. Aus irgendeinem Grund vergessen wir das erste Mal, das Essen zu fotografieren, aber es schmeckt einfach köstlich (wenn auch etwas scharf). Dann puzzeln wir weiter, bis es endlich Bettzeit ist.
13.01.2026
Der Wetterbericht verspricht noch einmal schönes Wetter, wenn auch nicht so schön, wie in den letzten Tagen. Das merkt man schon daran, dass es erst so gegen 10 Uhr halbwegs hell wird. Die Sonne hält sich auch bedeckt, dafür ist es halbwegs hell. Und weil dem so ist, fährt Clemens nach dem Frühstück noch einmal zur Wasseramsel. Diese (genau genommen sind es zwei) wohnt nur wenige Kilometer nördlich von Rydaholm und lässt sich perfekt von einer Brücke aus beobachten. Es sind gleich mehrere Stellen links und rechts der Brücke, die gute Einblicke ins Revier ermöglichen. So dauert es auch nur wenige Minuten, bis sie sich auf einem Schnee- und Eisverzierten Stein zeigt und zu mehrfachen Tauchgängen ansetzt. Ich sehe ihr fasziniert zu und freue mich, dass ich ungefähr 8 Schichten Bekleidung anhabe und mein Mittagessen nicht aus dem Fluss ertauchen muss.
Heute sind die langen Brennweiten gefragt und es ist gut, dass das Licht den Einsatz ermöglicht. Verschiedene Winkel werden ausprobiert. Selbst einige Flugbilder gelingen. Die Zeit vergeht und die Speicherkarte füllt sich. Geht doch nichts über ein geduldiges Fotomodell. Gegen 14 Uhr verschwindet das Licht auch schon wieder und ich packe den Kram zusammen. Heimlich hoffe ich in den nächsten Tagen noch einmal einen Besuch bei Frau Amsel einrichten zu können.
Auf dem Rückweg geht’s dann noch einmal nach Rydaholm um etwas zum Mittagessen zu besorgen. Es gibt Bratwurst, Spiegelei und Baked Beans.
Annika ist derweil mit James am Haus geblieben. Sie verbringen den Tag mit Frisbee spielen, einem kleinen Hundeshooting im Schnee und der Autosuche auf mobile.de. Auch einige Telefonate mit Werkstatt und Versicherung liegen wieder an. Es ist halt doch etwas umständlicher, wenn ein Auto im Ausland seinen Geist aufgibt. Aber alles lässt sich irgendwie regeln.
Den Rest des Tages gehen wir ruhig an. Es müssen knapp 500 Bilder gesichtet und hochgeladen werden. Zum Abendessen gibt’s dann noch mal Thai. Sehr lecker, auch wenn es zu Annikas Leidwesen etwas nachgeschärft hat.
Ab morgen soll das Wetter deutlich schlechter werden. Wir sind aber sicher, dass wir in unserer gemütlichen Hütte im Wald nicht langweilig wird.
Fortsetzung folgt...