Tiveden 2026

21.08.2026

Noch einen halben Tag arbeiten, dann geht es endlich los. Annikas Opel ist bereits gepackt, es müssen nur noch die E-Bikes aufgeladen werden und es heißt Abfahrt. Trotz der zusätzlich angeschafften Dachbox platzt das Auto mal wieder aus allen Nähten. Aber was wäre auch ein Urlaub ohne Erwachsenen-Tetris?!

 

Neu dabei ist neben den E-Bikes eben auch der Fahrradanhänger für den Hund. Auch wenn er faltbar ist, nimmt er doch einiges an Platz weg.

Punkt 12 lassen Clemens den Kugelschreiber und Annika das Skalpell fallen und eilen nach Roikier. Der Plan ist es, dass wie um 14 Uhr vom Hof kommen, da wir für den ersten Abend bereits einen Tisch bestellt haben und den gilt es natürlich pünktlich zu bekommen!

 

So werden noch die allerletzten Sachen verstaut, die Tiere ein letztes Mal versorgt und der Fahrradträger samt Rädern montiert.

 

Um 13.59 Uhr rollen wir die Auffahrt runter. Es ist zwar ungewöhnlich für uns, dass wir einen Zeitplan einhalten, aber wer sind wir, dass wir uns darüber beklagen würden.

 

Unser erstes Etappenziel heißt Hotel Jutlandica und liegt im Dänischen Frederikshavn. Von dort soll es dann am Folgetag morgens mit der Fähre weiter nach Göteborg und schließlich in die Nähe vom Tiveden Nationalpark gehen. Einen Tisch haben wir im „Frieda“ für 19.30 reserviert, wo schon ein fantastischen Bratenbuffet auf uns wartet.

 

Dir Fahrt ist weitestgehend unspektakulär. Nur die kurze Anzeige vom Opel „Wartung Getriebe“ mitten auf der Autobahn lässt zumindest Annika etwas nervös werden. Kommen doch unschöne Erinnerungen an den vorletzten Urlaub wieder hoch. Also schnell man bei unserer Werkstatt in Ringsberg angerufen. Die gibt erstmal Entwarnung und so setzten wir unsere Fahr fröhlich fort. 

Trotz der 45 Minuten, die wir durch diverse Baustellenstaus verlieren, kommen wir rechtzeitig im Hotel an. Nach einem kurzen Frischmachpause ziehen wir los zum Restaurant, das sage und schreibe keine 100m vom Hotel weg ist.

Wir genießen und da wir noch nicht so recht im Urlaubsmodus sind, fällt Annika erst beim spät ein, dass wir ja Fotos für unser Tagebuch brauchen. So müsst Ihr uns einfach glauben, dass es fantastisch geschmeckt hat. Der Hund, der artig wie immer im Hotel wartet, bekommt natürlich auch ne mitgebrachte Kleinigkeit ab.

 

 

Dann geht es noch einmal raus an den Hafen. Wir alle müssen uns dringend nochmal die Beine vertreten. Und so flanieren wir noch ein Stündchen zwischen gigantischen Tankern und kleinen Barkassen, neueren Schiffen und Schiffsskeletten umher.

Aber dann ruft das Bett, denn der Wecker klingelt um 6.30 Uhr.

22.08.2026

Der Wecker klingelt um 06:30 Uhr, aber eigentlich sind wir beide schon eine ganze Weile wach. Selbst der Hund ist vom Bettende aufgerückt und hat seit geraumer Zeit Streicheleinheiten eingefordert. Zwar weiß er, das gemeinsame Touren mit viel Gepäck immer lustig werden, aber etwas komisch ist es doch.  

Ärgerlicherweise gibt es an Wochenenden erst ab 07:00 Uhr Frühstück. Da wir um 07:30 spätestens am Fähranleger sein sollen, muss das also ausfallen. Also nur schnell unter die Dusche, fix gepackt und dann los auf den Parkplatz, um den Opel aus der viel zu engen Parklücke zu bugsieren. 

 

 

So ganz gut organisiert und geplant sind wir allerdings noch nicht und so dauert es etwas, bis wir unser Fährgepäck beisammenhaben. Die Fahrt selber ist sehr unspektakulär. Jeder Hund hat (gemeinsam mit seiner Familie – was ein Glück) einen Tisch zugewiesen, so dass wir einfach unsere festen Plätze einnehmen. Am Nebentisch sitzt allerdings ein Spitz, der von Frederikshavn bis Göteborg (und sicher noch darüber hinaus) jault, winselt und in schrillem Ton kläfft. Das findet selbst James nervig, der sich aber erfreulicherweise für andere Hunde nicht interessiert und friedlich unterm Tisch schläft. Ab und an muss er dann doch mal auf den Schoss und verlangt natürlich auch seinen Anteil vom Frühstück (Käsebrötchen und Puddingteilchen). 

Durch Göteborg geht es diesmal recht schnell (im letzten Herbst hat das ja nur mäßig gut geklappt – siehe Tagebuch vom Okt 2025). Nach einer knappen Stunde geht’s in Allingsaas noch schnell in den örtlichen ICA Maxi, um die notwenige Erstausstattung zu kaufen. Natürlich gibt es traditionsgemäß am ersten Tag Spaghetti Bolognese. Mit vollem Einkaufswagen kehren wir zurück zum Auto und da fragen wir uns, wo der ganze Einkauf eigentlich untergebracht werden soll. Das Auto ist bis unters Dach beladen. Irgendwie schaffen wir es aber doch und die Fahrt geht weiter.

 

 

Gegen 16 Uhr erreichen wir das Haus, das ziemlich abgelegen auf einer Lichtung im Wald liegt und sind überwältigt. Ein frischrenovierter alter Hof mit Wohnhaus und Scheune auf einem fantastischen Grundstück mit Seeblick. Einfach wundervoll. 

 

Da wir beide noch sehr unfit sind, räumen wir erstmal ein und inspizieren die nähere Umgebung des Hauses. Wir stellen fest: Hier lässt es sich ganz sicher die nächsten zwei Wochen verbringen! Dann gibt es besagte Spaghetti Bolognese, wir lauschen noch etwas in die Finsternis, ob wir vielleicht Eulen hören, schreiben Tagebuch und gehen dann früh zu Bett. Der Hund ist schließlich sehr, sehr müde.

Fortsetzung folgt...

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